Neuerscheinung: Tataren – Feindbilder und Fremdenangst

Im Kieler Magazin-Verlag ist eine Broschüre zur Geschichte von bzw. Vorurteilen über Tataren erschienen. Sie wendet sich vornehmlich an einLesepublikum, das sich mit der Thematik noch nicht eingehend befasst hat. Geeignet ist die Broschur als Einstieg in das große Thema Ost-West(-Gegensätze), Islam in Europa und Xenophobie vor allem für Schüler der oberen Klassen und Erstsemester relevanter Studiengänge. (Verlags-Annonce hier > tataren)

Aus der Verlagsreklame:

„Bei Dir sieht es ja aus wie bei den Tataren“, sagt eine Mutter hierzulande schon mal zum Kind, das sein Zimmer nicht aufgeräumt hat. Die wenigsten Mütter wissen allerdings, wie es „bei den Tataren“ aussieht, man sagt das eben so.

Werden die Kinder älter, laden sie schon mal Freundinnen und Freunde zu einer Party ein, wenn die Eltern nicht zu Hause sind. „Wie die Vandalen“ hätten sich diese benommen, erfährt die Nachbarin am nächsten Tag von den geschockten Eltern. Wie Vandalen sich benehmen, wer sie sind, ist auch den wenigsten Eltern bekannt – aber schließlich weiß man ja, was „Vandalismus“ ist. Es gibt viele Vorurteile, die auf Angst vor Fremden und vor dem Fremden beruht. Den Anderen werden Eigenschaften angedichtet, die sich im Laufe der Zeit weit von der Realität entfernt haben. cover
Diese Broschüre stellt die Vorurteile gegen Tataren der Realität gegenüber. Sie zeichnet nach, wie sich Erkenntnis und Einbildung in Deutschland entwickelten, betrachtet wird die Zeit seit dem „Tatarensturm“ 1241. Die Tataren haben viele Spuren hinterlassen, in Ortsnamen und in der Küche, in der Literatur und in Redewendungen. Und: Sie leben heute mitten unter uns, mitten in Deutschland.
Eine gute Gelegenheit also, Vorurteile mit Realitäten zu vergleichen. Und ein Appell an alle, nicht unbedacht von „den“ Tataren zu sprechen, genauso wenig wie von Vandalen, Hunnen oder Hottentotten.

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Die feine Krim-Tatarische Küche

fine crimean tatar cuisine263An tatarischer Kochkunst Interessierten bieten wir hier die Möglichkeit, ein kleines feines neues Kochbuch zu bestellen: „Crimean Tatar Fine Cuisine“ von Shevkiye Seitmemetova. Auf 60 vierfarbig illustrierten Seiten bietet die Autorin appetitliche Speisen zum Nachkochen an, eingeführt von einem Artikel zu krimtatarischer Geschichte und krimtatarischer Küchentradition. Von Vorspeisen wie Suppen, Bohnengerichten, Dolma, Pilav und Sarma über Tscheburek, Kobete, Dört Kesma Manti und Schaschlik bis zu Desserts wie Tava Loqum, Sarayli, Qurabiye und Qadayif reicht dann der Reigen der Köstlichkeiten. Zu bestellen unter: tamga@gmx.de

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Wer das Büchlein direkt auf der Krim kaufen möchte, wende sich an die Autorin:

Shevkiye Seitmemetova, 32 Basenko, Bakhchisaray, Efsane Bed & Breakfast Ethno-Culture Tourism Agency, +38 0655 447861  / mobile: +38 0665 707845

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Festschrift zu 65. Geburtstag von Mustafa Dschemilew


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GfbV-Krim-Koordinator Hotopp-Riecke und Prof. Czerwonnaja 30. März 2009
INHALT:
In der Festschrift finden sich neben Grußadressen des Generalsekretärs der GfbV, Tilman Zülch, die Grußbotschaften des Vertreters der Gemeinde der Nogay-Tataren in Deutschland, Fatih Polat, der Krimtatarischen Landsmannschaft Deutschland e.V., von TAMGA e.V., vom TBKV und des CIDCT (Kiew/Berlin). Nach einer Einleitung von Refat Tschubarow „Der Bürgerrechtler und Dissident Mustafa Dschemilew“ sind in dieser Festschrift folgende Artikel erschienen: „Die Krimtataren: Rückkehr in die Heimat – ohne Blutvergießen“ von Mustafa Dschemilew selbst (S. 7 – 14);„Die krimtatarische Nationalbewegung im 21. Jahrhundert und die gegenwärtige Stellung der Krimtataren in der Ukraine“ (ein Interview mit Mustafa Dschemilev von Mieste Hotopp-Riecke S. 14 – 22); von Gulnara Bekirowa „Sowjetische Bürgerrechtler über Mustafa Dschemilew“ von Swietlana Czerwonnaja; „Ismail Gasprinsky und Mustafa Dschemilew: Skizzen zu ethnopolitischen Porträts nationaler Helden“ von Ali Khamsin „Aktionen der Krimtataren in Moskau 1987. Die Rolle Mustafa Dshemilevs bei der Gründung der Initiativgruppen“ (S. 43-50); „Menschenrechte auf der Krim“ von Temur Kurshutov, Mieste Hotopp-Riecke und Läisän Kalimullina (S. 50 –58) und schließlich „Социально-экономические и культурные проблемы крымскотатарского народа в Крыму“ [Sozio-ökonomische und kulturelle Probleme des krimtatarischen Volkes auf der Krim] von Temur Kurshutov (S. 58-62). Auch die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEN) und die Unrepresented Nations and Peoples Organisation (UNPO) steuerten Würdigungen des Jubilars bei. Die Festschrift ist auch über TAMGA e.V. zu beziehen.

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