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Von März bis Mai 2013 gab es in Borna und Leipzig einen Pathfinder-Jugendworkshop des ICATAT unter dem Titel „Für wen kämpfte Jussuf?“ rund um das 200. Todesjahr von Yusuf, Sohn des Mustafa, der 1813 im Zuge der Napoleonischen Kriege bei Kleinbeucha (zwischen Borna und Leipzig) begraben wurde.

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Jugendliche Migrantinnen aus Marokko, Irak, Wastsahara, Tatarstan, Polen und Deutschland begleiteten, interviewten, fotografierten und filmten Akademiker aus Litauen, der Autonomen Republik Krim (Ukraine) und Tatarstan (Russländische Föderation). Diese trafen sich mit deutschen Wissenschaftlern, um nicht nur die Herkunft des Soldaten Yusuf zu diskutieren, sondern auch tatarisch-deutsche Kulturkontakte im Allgemeinen und die Teilnahme von Baschkiren, Kalmüken, Tschuwaschen und Tataren an mitteleuropäischen Kriegshandlungen zu erörtern. Die Jugendlichen wiederum beschäftigten sich mit dem Blick von Außen auf die Veranstaltung als auch mit Nuancen nichtwissenschaftlicher Art: Wie kleideten, aßen, sprachen und reisten die Leute damals? Wie wurden in Kriegszeiten Nachrichten verbreitet? Auf die letzte Frage gab es eine Antort auf dem Pathfinder-Jugendworkshop: Die Papiermanufaktur Tiepner aus Rötha hatte eine alte transportable und auseinandernehmbare Druckmaschine mitgebracht, auf der man selbst kreierte kleine Kunstwerke selbst drucken konnte.