Kraftvolle lebendige Stimmen aus Deutschland und Rußland – Lesungen von Alina Bronsky und Ildar Abusjarow in Deutschland

Für jeden, den die tatarische Literatur und Lebensart, die multiethnische Geschichte im oft als russischem Monolith wahrgenommenen Osten, interessiert, dürften die Lesungen von Bronsky und Abusjarow ein Muss sein.

Alina Bronsky legte mit ihrem zweiten Roman „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ einen Bestseller vor, der in lakonischer, teils respektloser und schriller Sprache eine tatarische Familiensaga erzählt – immer mit Sinn für die skurilen Auswüchse der sowjetischen als auch der gesamtdeutschen Postwende-Gesellschaft, von der bleiernen Breschnew-Ära zur Berliner Republik.  Verlagswerbung: Die Geschichte der leidenschaftlichsten und durchtriebensten Großmutter aller Zeiten.

Pressestimme:
“Alina Bronsky ist eine starke, atemlose Schreiberin, die Sätze wie ansatzlose Aufwärtshaken austeilen kann. Sie zählt zu einer Reihe heranwachsender junger Schriftstellerinnen, die sehr geradlinig, erdverbunden und grundsympathisch sich einen Namen machen werden.” Welt am Sonntag.

Abusjarow aus der ehemaligen sowjetischen „geschlossenen Stadt“ Gorki, einer der „größten tatarischen Städte außerhalb Tatarstans“ ist seit Jahren der Jungstar unter den Literaten der Russländischen Föderation. Aus der Verlagswerbung: Ildar Abusjarow, geboren 1975, ist eine neue, starke, ganz und gar eigenwillige Stimme aus Russland. Der Tatare islamischen Glaubens stammt aus Gorki (heute wieder Nishnij Nowgorod), studierte Geschichte und ging danach an das Moskauer Islam College. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre als Lehrer an einer Koranschule. Heute lebt Abusjarow als freier Autor und Journalist in Balaschicha bei Moskau.

Seine Geschichten, die in der kulturellen Tradition der Tataren wurzeln, die sich heute in einem russisch geprägten, urbanen Umfeld behaupten müssen, thematisieren die Höhen und Tiefen, Lieben und Ängste im turbokapitalistischen Rußland – mit ihrem tatarischen Eigensinn und ihrem Mut, mit ihrer Hingabe zu allem, was Natur ist.
Hier begegnen wir, unter anderem, einem Mann, der über Friseure und Frisuren räsoniert, einem Schmetterling, der durch das Halbdunkel einer Moschee taumelt, oder einem Mädchen, das »einem Tannenzapfen zwischen den Pfoten eines Eichhörnchens« gleicht. Durch diese Geschichten weht »frische Luft, die so ist wie die Hand eines Mörders am Hals eines Pferdes.«

Zusammen lesen beide in Köln: 20.3.2011, Kulturkirche, 21:00. Adresse: Siebachstraße 85. lit.COLOGNE.

Abuzyarov liest am Dienstag, 15. März 2011 um 19:00 Uhr in der „kaufbar“, Gärtnerstraße 4, 10245 Berlin (http://www.kaufbar-berlin.de/)

und am 19.3.2011 im Kultur- und Kommunikationszentrum naTo Leipzig, 18.30

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